Zysten

2018-12-07

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Ovarialzysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Säcke oder Hohlräume innerhalb eines Eierstocks oder auf dessen Oberfläche. Obwohl sie häufig vorkommen und oft Teil des natürlichen Menstruationszyklus sind, ist das Verständnis dieser Zysten für die reproduktive Gesundheit von Frauen von entscheidender Bedeutung.

Was sind Ovarialzysten?

Typischerweise bilden sich Ovarialzysten während des Eisprungs, also des Vorgangs, bei dem eine Eizelle aus dem Eierstock freigesetzt wird. Sie sind meist harmlos und verschwinden häufig innerhalb weniger Monate von selbst. Einige Zysten können jedoch Symptome verursachen und eine Behandlung erfordern.

Arten von Ovarialzysten

  1. Funktionelle Zysten: Der häufigste Typ, einschließlich Follikelzysten (die entstehen, wenn der Follikel nicht platzt, um die Eizelle freizusetzen) und Gelbkörperzysten (die entstehen, nachdem die Eizelle freigesetzt wurde).
  2. Dermoidzysten: Enthalten Gewebe wie Haare, Haut oder Zähne.
  3. Zystadenome: Entstehen auf der Oberfläche eines Eierstocks.
  4. Endometriome: Stehen im Zusammenhang mit Endometriose, bei der gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst.

Symptome

Viele Ovarialzysten verursachen keine Symptome. Wenn Symptome auftreten, können sie Folgendes umfassen:
  • Beckenschmerzen oder Beschwerden
  • Blähungen oder Schwellungen im Bauch
  • Schmerzhafter Stuhlgang
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Unregelmäßige Menstruationszyklen

Ursachen und Risikofaktoren

Ovarialzysten können durch hormonelle Ungleichgewichte, Endometriose, eine Schwangerschaft, schwere Beckeninfektionen und frühere Ovarialzysten verursacht werden. Zu den Risikofaktoren können eine frühe Menstruation, eine Kinderwunschbehandlung mit Gonadotropin-Medikamenten, ein hormonelles Ungleichgewicht und eine Vorgeschichte mit Ovarialzysten gehören.

Diagnose

Ovarialzysten werden häufig während einer routinemäßigen gynäkologischen Untersuchung entdeckt. Eine weitere Abklärung kann Folgendes umfassen:
  • Ultraschall: Um Größe, Lage und Zusammensetzung der Zyste zu bestimmen.
  • Blutuntersuchungen: Um in manchen Fällen nach Krebsmarkern zu suchen.
  • Schwangerschaftstest: Um eine Schwangerschaft auszuschließen.

Behandlung

Die Behandlung hängt von der Art und Größe der Zyste sowie den Symptomen ab. Zu den Möglichkeiten gehören:
  • Abwartendes Beobachten: Die Zyste im Laufe der Zeit überwachen, insbesondere wenn sie klein ist und keine Symptome verursacht.
  • Medikamente: Hormonelle Verhütungsmittel können die Entstehung neuer Zysten verhindern.
  • Operation: In Fällen, in denen Zysten groß sind, Symptome verursachen oder möglicherweise krebsartig sind.