Eizellentnahme & Samengewinnung

2024-01-10

Eizellentnahme Die Eizellentnahme ist ein wichtiger Schritt im Prozess der In-vitro-Fertilisation (IVF). Bei diesem Verfahren werden Eizellen aus den Eierstöcken entnommen, um sie in einem Labor zu befruchten. Sie findet typischerweise nach der Stimulation der Eierstöcke statt, sobald die Eizellen gereift sind, …

Entnahme der Eizellen

Der Eingriff zur Eizellentnahme ist ein wichtiger Schritt im Prozess der In-vitro-Fertilisation (IVF). Bei diesem Verfahren werden Eizellen aus den Eierstöcken entnommen, um sie in einem Labor zu befruchten. Er findet typischerweise nach der Stimulation der Eierstöcke statt, sobald die Eizellen gereift sind.

Ablauf der Eizellentnahme:

  1. Vorbereitung: Vor dem Eingriff erhalten Sie konkrete Anweisungen, zu denen häufig eine kurze Nüchternheitsphase gehört.
  2. Sedierung oder Anästhesie: Die Eizellentnahme wird in der Regel unter leichter Sedierung oder Anästhesie durchgeführt, damit Sie während des Eingriffs komfortabel und schmerzfrei bleiben.
  3. Ultraschallkontrolle: Die Ärztin oder der Arzt verwendet transvaginalen Ultraschall, um die Eierstöcke und Follikel sichtbar zu machen. Eine Ultraschallsonde wird in die Vagina eingeführt und die Follikel (mit Flüssigkeit gefüllte Säckchen, die die Eizellen enthalten) werden lokalisiert.
  4. Nadelaspiration: Eine dünne Nadel wird an der Ultraschallsonde befestigt und durch die Vaginalwand in die Eierstöcke geführt. Die Nadel saugt die Flüssigkeit und Eizellen vorsichtig aus jedem Follikel ab. Dieser Vorgang wird für jeden reifen Follikel wiederholt.
  5. Identifizierung der Eizellen: Die entnommene Flüssigkeit wird Embryologinnen und Embryologen in einem Labor übergeben, die die Eizellen identifizieren und für die Befruchtung vorbereiten.
  6. Erholung: Nach dem Eingriff werden Sie in einen Erholungsbereich gebracht, damit Sie sich ausruhen können, während die Wirkung der Sedierung nachlässt. Dies dauert in der Regel einige Stunden.
  7. Versorgung nach dem Eingriff: Nach dem Eingriff können Krämpfe, Blähungen oder Schmierblutungen auftreten. Diese Symptome sind im Allgemeinen mild und von kurzer Dauer. Sie erhalten Anweisungen zur Versorgung nach der Eizellentnahme und können in der Regel noch am selben Tag nach Hause gehen.

Wichtige Hinweise:

  • Dauer: Der Eingriff zur Eizellentnahme dauert in der Regel etwa 20-30 Minuten.
  • Risiken: Obwohl der Eingriff im Allgemeinen sicher ist, zählen Blutungen, Infektionen oder Verletzungen umliegender Strukturen wie Darm, Blase oder Blutgefäße zu den Risiken. Solche Komplikationen sind jedoch selten.
  • Erfolgsrate: Die Anzahl der entnommenen Eizellen variiert stark zwischen den einzelnen Personen. Nicht alle entnommenen Eizellen sind für eine Befruchtung geeignet.

Samengewinnung

Die Samengewinnung ist ein wichtiger Schritt im Prozess der In-vitro-Fertilisation (IVF) und findet typischerweise gleichzeitig mit der Phase der Eizellentnahme oder kurz davor statt. Dabei wird eine Samenprobe zur Befruchtung der entnommenen Eizellen gewonnen.

Ablauf der Samengewinnung:

  1. Methode der Samengewinnung: Die häufigste Methode zur Gewinnung einer Samenprobe ist Masturbation, die gewöhnlich in einem privaten Raum der Klinik erfolgt. Die Probe wird anschließend in einem sterilen Behälter aufgefangen. Männern, denen es auf diese Weise schwerfällt, eine Probe abzugeben, können alternative Methoden wie eine Hodenaspiration oder Elektroejakulation angeboten werden, insbesondere bei schwerer männlicher Unfruchtbarkeit oder Ejakulationsproblemen.
  2. Zeitpunkt: Die Samengewinnung findet in der Regel am selben Tag wie die Eizellentnahme der Frau statt. Frische Spermien werden für die Befruchtung bevorzugt, bei Bedarf können jedoch auch eingefrorene Spermien verwendet werden.
  3. Analyse und Vorbereitung: Nach der Gewinnung wird die Samenprobe in einem Labor analysiert. Die Analyse umfasst die Bestimmung der Spermienzahl, der Beweglichkeit und der Morphologie (Form). Anschließend werden die gesündesten und beweglichsten Spermien für die Befruchtung ausgewählt. Dieser Vorgang wird als Spermienwäsche bezeichnet; dabei werden auch Stoffe aus dem Sperma entfernt, die die Befruchtung behindern oder Reaktionen in der Gebärmutter auslösen könnten.

Wichtige Hinweise:

  • Enthaltsamkeitszeitraum: Männern wird in der Regel empfohlen, vor der Samengewinnung 2-5 Tage auf eine Ejakulation zu verzichten, um die Menge und Qualität der Spermien zu maximieren.
  • Lebensstilfaktoren: Faktoren wie Ernährung, Rauchen, Alkohol und Stress können die Spermienqualität beeinflussen. Männern wird häufig empfohlen, in den Monaten vor IVF einen gesünderen Lebensstil anzunehmen, um die Spermienqualität zu verbessern.
  • Verwendung von Spendersamen: Wenn der männliche Partner keine lebensfähige Samenprobe liefern kann oder bei alleinstehenden Frauen und gleichgeschlechtlichen Paaren kann Spendersamen verwendet werden.