| Testart | Phase | Zweck | Häufig untersuchte Erkrankungen |
|---|---|---|---|
| Träger-Screening | Vor der Empfängnis | Träger genetischer Erkrankungen identifizieren | Mukoviszidose, Sichelzellkrankheit, Tay-Sachs-Krankheit |
| NIPT (nichtinvasiver pränataler Test) | Pränatal | Screening auf Chromosomenanomalien | Down-Syndrom, Trisomie 18, Trisomie 13 |
| Chorionzottenbiopsie (CVS) | Pränatal | Früher diagnostischer Test zur Erkennung genetischer Erkrankungen | Chromosomenanomalien, genetische Erkrankungen |
| Amniozentese | Pränatal | Zur Diagnose von Chromosomenstörungen und Infektionen | Down-Syndrom, Spina bifida, genetische Erkrankungen |
| Ultraschall | Pränatal | Überwachung der fetalen Entwicklung und Erkennung von Anomalien | Körperliche Auffälligkeiten, Probleme beim Wachstum des Fötus |
| Neugeborenen-Screening | Nach der Geburt | Frühzeitige Erkennung genetischer oder metabolischer Erkrankungen | PKU, Hypothyreose, angeborene Herzfehler |
Was sind genetische Tests?
Bei genetischen Tests wird die DNA einer Person untersucht, die chemische Datenbank, welche die Anweisungen für die Funktionen des Körpers enthält. Gentests werden eingesetzt, um Veränderungen an Chromosomen, Genen oder Proteinen zu identifizieren, die bei einem Baby zu einer genetischen Erkrankung führen könnten. Diese Tests können vor der Empfängnis (präkonzeptionell), während der Schwangerschaft (pränatal) oder nach der Geburt eines Babys (Neugeborenen-Screening) durchgeführt werden.Arten genetischer Tests
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Träger-Screening:
- Zweck: Um festzustellen, ob Eltern Gene für erblich bedingte Erkrankungen tragen.
- Häufige Tests: Blut- oder Speicheltests zum Screening auf Erkrankungen wie Mukoviszidose oder Tay-Sachs-Krankheit.
- Zeitpunkt der Durchführung: Idealerweise vor der Empfängnis oder früh in der Schwangerschaft.
- Auswirkungen: Hilft dabei, das Risiko der Übertragung genetischer Erkrankungen auf Kinder zu verstehen.
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NIPT (nichtinvasiver pränataler Test):
- Zweck: Screening auf Chromosomenanomalien mithilfe fetaler DNA, die im mütterlichen Blut gefunden wird.
- Häufig untersuchte Erkrankungen: Down-Syndrom (Trisomie 21), Trisomie 18 und Trisomie 13.
- Vorteile: Hohe Genauigkeit und Sicherheit, da lediglich eine Blutprobe der Mutter erforderlich ist.
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Chorionzottenbiopsie (CVS):
- Zweck: Früher diagnostischer Test, bei dem eine Probe von Plazentagewebe entnommen wird.
- Häufig untersuchte Erkrankungen: Genetische Erkrankungen und Chromosomenanomalien.
- Zeitpunkt: Wird zwischen der 10. und 13. Schwangerschaftswoche durchgeführt.
- Überlegungen: Mit einem geringen Fehlgeburtsrisiko verbunden.
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Amniozentese:
- Zweck: Zur Diagnose von Chromosomenstörungen und offenen Neuralrohrdefekten.
- Zeitpunkt: Wird üblicherweise zwischen der 15. und 20. Schwangerschaftswoche durchgeführt.
- Risiken: Beinhaltet ein geringes Fehlgeburtsrisiko und wird in der Regel angeboten, wenn frühere Tests auffällige Ergebnisse zeigen.
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Ultraschall:
- Zweck: Nichtinvasives Verfahren zur visuellen Untersuchung des Fetus auf Entwicklungsanomalien.
- Häufige Anwendungen: Untersuchung körperlicher Auffälligkeiten, Messung des fetalen Wachstums und Bestätigung des Schwangerschaftsalters.
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Neugeborenen-Screening:
- Zweck: Zur frühzeitigen Erkennung genetischer, metabolischer, hormoneller und funktioneller Störungen kurz nach der Geburt.
- Prozess: Umfasst einen einfachen Bluttest aus der Ferse des Neugeborenen und in einigen Regionen Hör- und Herztests.
- Vorteile: Eine frühzeitige Erkennung ermöglicht sofortige Interventionen, die schwere gesundheitliche Probleme und sogar den Tod verhindern können.
Vorteile genetischer Tests
- Fundierte Entscheidungen: Genetische Tests liefern Eltern wichtige Informationen über die Gesundheitsrisiken, denen ihr Baby möglicherweise ausgesetzt ist.
- Frühzeitige Intervention: Die frühzeitige Erkennung von Erkrankungen kann häufig zu einer Behandlung führen, die später schwerwiegende Folgen verhindern kann.
- Familienplanung: Hilft Familien, genetische Risiken zu verstehen und fundierte Entscheidungen zur Fortpflanzung zu treffen.
Überlegungen und ethische Implikationen
- Emotionale Auswirkungen: Die Ergebnisse genetischer Tests können belastend sein und psychologische Vorbereitung sowie Unterstützung erfordern.
- Datenschutz und Vertraulichkeit: Die Verwaltung des Zugangs zu genetischen Informationen ist entscheidend, da dies die Versicherbarkeit und Beschäftigungsmöglichkeiten beeinflussen könnte.
- Ethische Dilemmata: Entscheidungen über die Fortführung der Schwangerschaft auf Grundlage genetischer Ergebnisse können äußerst komplex und persönlich sein.