Gebärmutterimpfung

2019-06-19

IVF hilft Menschen mit Unfruchtbarkeit, eine Schwangerschaft zu erreichen. Immunbehandlungen werden manchmal als Zusatzverfahren zur IVF angeboten, sind jedoch keine routinemäßigen Impfungen gegen Unfruchtbarkeit. Ihr Einsatz hängt vom jeweiligen Verfahren und der medizinischen Indikation ab; Nutzen und Risiken müssen für diese Behandlung beurteilt werden.

„Gebärmutterimpfung“ ist keine ausreichend genaue Bezeichnung, um zu erklären, welche Behandlung eine Patientin erhalten wird. Bevor Sie ein so bezeichnetes Verfahren erwägen, fragen Sie nach seinem medizinischen Namen, der verwendeten Substanz oder den Zellen, der Art der Anwendung und der Erkrankung, die behandelt werden soll. Immunbehandlungen, die zusätzlich zur IVF angeboten werden, sind keine routinemäßigen Impfungen gegen Unfruchtbarkeit. Dieser Artikel beschreibt kein bestimmtes Klinikprodukt oder Behandlungsprotokoll. Manche Kliniken bieten nach erfolgloser IVF oder wiederholten Schwangerschaftsverlusten Immuntests oder Immunbehandlungen an. Die Annahme, dass ein ungeklärter Misserfolg zwangsläufig eine Abstoßung des Embryos durch den Körper bedeutet, ist nicht belegt. Die Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA) unterscheidet Immunzusatzverfahren für ansonsten gesunde Kinderwunschpatientinnen von der Behandlung einer diagnostizierten Immunerkrankung. Wer wegen einer anderen Erkrankung Medikamente benötigt, die das Immunsystem beeinflussen, sollte dies mit der zuständigen Fachärztin oder dem Facharzt besprechen, anstatt die Behandlung aufgrund allgemeiner Informationen über IVF-Zusatzverfahren zu ändern. Die Evidenz muss sich auf die konkrete Behandlung und die betreffende Patientengruppe beziehen. Fragen Sie, ob die Forschung die Chance auf eine Lebendgeburt, Fehlgeburten oder lediglich einen Zwischenbefund wie ein Bluttestergebnis oder eine Veränderung der Gebärmutterschleimhaut untersucht hat. Eine Verbesserung eines Zwischenmesswerts zeigt für sich genommen nicht, dass mehr Patientinnen ein Baby bekommen werden. Auch die Erklärung eines möglichen biologischen Mechanismus ist etwas anderes als ein Nachweis klinischen Nutzens. Die Risiken hängen vom Medikament oder Verfahren ab. Einige Immunbehandlungen können schwere allergische Reaktionen verursachen oder die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen. Die HFEA benennt Sicherheitsbedenken bei manchen Immunzusatzverfahren und eine unzureichende Evidenz bei anderen. Fragen Sie, wie Ihre Krankengeschichte diese Risiken beeinflusst, welche Überwachung erforderlich ist und an wen Sie sich beim Auftreten von Symptomen wenden sollen. Eine hilfreiche Beratung sollte auch Alternativen behandeln. Welcher Befund Ihrer Untersuchung macht diese Behandlung relevant? Was ist über ein Vorgehen ohne sie bekannt? Ist sie Teil einer Forschungsstudie, und welche Kosten entstehen? Wenn Sie die Unfruchtbarkeitsdiagnose, frühere Behandlungsergebnisse und den vorgeschlagenen regulären Behandlungsplan mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt durchgehen, lässt sich ein optionales Zusatzverfahren besser einordnen. Ziel ist eine informierte Entscheidung über eine klar bezeichnete Behandlung, mit realistischen Erwartungen und einem Plan für die Nachbetreuung.