Myome

2018-12-04

Myome, auch als Uterusmyome bezeichnet, sind gutartige Wucherungen, die sich in oder an der Gebärmutter entwickeln. Sie gehören zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen und betreffen eine beträchtliche Zahl von Frauen, insbesondere während ihrer reproduktiven Jahre. Das Verständnis der …

Myome, auch als Uterusmyome bezeichnet, sind gutartige Wucherungen, die sich in oder an der Gebärmutter entwickeln. Sie gehören zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen und betreffen eine beträchtliche Zahl von Frauen, insbesondere während ihrer reproduktiven Jahre. Das Verständnis der verschiedenen Aspekte von Myomen ist für eine wirksame Behandlung und Betreuung entscheidend.

Was sind Myome?

Myome sind gutartige Tumoren, die aus Muskel- und Fasergewebe bestehen. Ihre Größe kann erheblich variieren: von winzigen, mit bloßem Auge nicht erkennbaren Wucherungen bis hin zu voluminösen Massen, die die Gebärmutter verformen und vergrößern können. Uterusmyome können einzeln oder zahlreich auftreten.

Arten von Myomen

  1. Submuköse Myome: Entwickeln sich in der Muskelschicht unterhalb der inneren Auskleidung der Gebärmutter.
  2. Intramurale Myome: Wachsen innerhalb der Gebärmutterwand.
  3. Subseröse Myome: Ragen an einem Stiel oder auf breiter Basis über die Gebärmutter hinaus.

Ursachen und Risikofaktoren

Die genaue Ursache von Myomen ist unbekannt, aber mehrere Faktoren können ihre Entwicklung beeinflussen:
  1. Hormone: Östrogen und Progesteron, die Hormone, die während jedes Menstruationszyklus die Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut anregen, scheinen das Wachstum von Myomen zu fördern.
  2. Genetische Faktoren: Viele Myome enthalten Veränderungen in Genen, die sich von denen in normalen Muskelzellen der Gebärmutter unterscheiden.
  3. Weitere Faktoren: Dazu gehören eine familiäre Vorbelastung mit Myomen, die ethnische Zugehörigkeit (häufiger bei afroamerikanischen Frauen), Adipositas und Ernährungsfaktoren.

Symptome von Myomen

Viele Frauen mit Myomen haben keine Symptome. Wenn jedoch Symptome auftreten, können sie Folgendes umfassen:
  1. Starke Menstruationsblutungen: Ungewöhnlich lange oder starke Monatsblutungen.
  2. Menstruationsschmerzen: Starke Krämpfe oder Beckenschmerzen.
  3. Druckgefühl im Becken: Ein Völlegefühl oder Druckgefühl im Unterbauch.
  4. Häufiges Wasserlassen: Verstärkter Harndrang.
  5. Verstopfung: Aufgrund des Drucks auf den Enddarm.
  6. Rücken- oder Beinschmerzen: Aufgrund des Drucks auf die Spinalnerven.
  7. Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt: Einschließlich eines höheren Risikos für einen Kaiserschnitt.

Diagnose

Myome werden häufig zufällig bei einer gynäkologischen Untersuchung oder einer pränatalen Ultraschalluntersuchung entdeckt. Wenn die Symptome auf Myome hindeuten, können folgende diagnostische Untersuchungen eingesetzt werden:
  1. Ultraschall: Zur Darstellung der Gebärmutter, der Eierstöcke und der Myome.
  2. MRT: Für eine detailliertere Bildgebung, insbesondere in komplexen Fällen.
  3. Hysteroskopie: Zur Untersuchung des Inneren der Gebärmutter.
  4. Laparoskopie: Für eine direkte Ansicht der Außenfläche der Gebärmutter.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Symptome, Größe und Lage der Myome, Alter, allgemeiner Gesundheitszustand und Überlegungen zur Fruchtbarkeit. Zu den Optionen gehören:
  1. Medikamente: Zur Kontrolle der Symptome und zur Verkleinerung der Myome.
  2. Nichtinvasive Verfahren: Wie etwa eine MRT-gesteuerte fokussierte Ultraschallchirurgie.
  3. Minimalinvasive Verfahren: Zum Beispiel die Uterusarterien-Embolisation und die laparoskopische Myomektomie.
  4. Chirurgische Verfahren: Einschließlich Hysterektomie und herkömmlicher Myomektomie.
  5. Änderungen des Lebensstils und Hausmittel: Wie Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung.

Leben mit Myomen

Das Leben mit Myomen kann eine Herausforderung sein, insbesondere wenn die Symptome schwerwiegend sind. Für betroffene Frauen ist es entscheidend, regelmäßig zu medizinischen Kontrolluntersuchungen zu gehen und ihre Symptome sowie Behandlungsmöglichkeiten mit ihrer behandelnden medizinischen Fachkraft zu besprechen. Auch emotionale und psychologische Unterstützung ist wichtig, da Myome die Lebensqualität, die Fruchtbarkeit und die psychische Gesundheit beeinträchtigen können.