Unfruchtbarkeitsbehandlungen – PGD (Embryobiopsie)
Die Präimplantationsdiagnostik (PGD) wird drei Tage nach der ICSI durchgeführt. Sobald die Embryonen das Achtzellstadium erreicht haben, wird von jedem Embryo eine Zelle entnommen. Diese Zellen werden in der Pathologie auf Erkrankungen untersucht, die durch die Familiengeschichte, genetische Veranlagung usw. bedingt sein können. Nach der PGD setzen die Ärzte die gesündesten Embryonen genau zwei Zentimeter unterhalb der Gebärmutterhöhle ein, um die besten Chancen auf eine Schwangerschaft zu erzielen.- Die vor 16 Jahren eingeführte Präimplantationsdiagnostik (PGD) wurde mittlerweile in mindestens 10.000 Zyklen durchgeführt, wobei sie überwiegend zur Auswahl und zum Transfer euploider Embryonen in der assistierten Reproduktion eingesetzt wird.
- Die Präimplantationsdiagnostik (PGD) ermöglicht die Vermeidung der Geburt von Kindern mit einer Erbkrankheit ohne das Risiko eines Schwangerschaftsabbruchs.
- Die Präimplantationsdiagnostik (PGD) verbessert die Einnistungs- und Schwangerschaftsraten bei IVF-Behandlungen mit schlechter Prognose.
- Durch die Präimplantationsdiagnostik (PGD) konnte die Rate spontaner Fehlgeburten bei Trägern von Chromosomentranslokationen um mehr als das Vierfache gesenkt werden.
- Die Anwendung der Präimplantationsdiagnostik (PGD) wird derzeit auf die Testung von spät einsetzenden Erkrankungen und die Erzeugung HLA-kompatibler Nachkommen ausgeweitet, die als potenzielle Spender für Geschwister dienen können, die eine HLA-identische Stammzelltransplantation benötigen.
- Die Präimplantationsdiagnostik (PGD) ermöglicht den Zugang zu humanen embryonalen Stammzelllinien mit normalem und abnormalem Genotyp und erlaubt so die Erforschung der primären Krankheitsmechanismen sowie die Entwicklung von Behandlungsregimen für genetische Störungen, die derzeit nicht verfügbar sind.